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Infrastrukturprojekt: OBG errichtet moderne Kläranlage in Wadern-Morscholz

25. März 2026
Die OBG Gruppe baut eine neue Kläranlage und ein neues Regen­überlauf­becken mit Sanierung des Trenn-/Beckenüberlaufbauwerkes im saarländischen Wadern-Morscholz. Planmäßig wurde die Kläranlage nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit fertig­gestellt und abgenommen. Aktuell wird das Regen­überlauf­becken hergestellt und das Becken-/Trennüberlaufbauwerk umgebaut. Die Arbeiten werden voraus­sichtlich im August 2026 fertig­gestellt. Dann wird das umfangreiche Infrastrukturprojekt schlüssel­fertig an den Auftrag­geber EVS Entsorgungs­verband Saar übergeben.

Zuvor befanden sich auf dem etwa 7.000 Quadrat­meter großen Areal zwei Teiche, die der Abwasserklärung dienten. Mit der neuen Anlage wird künftig das Abwasser von bis zu 2.500 Einwohnern mechanisch und biologisch geklärt und als sauberes Abwasser in den Wahnbach fließen, der in die Prims mündet. Dafür ist die neue Anlage auf einen Zufluss von bis zu 26 Litern pro Sekunde ausgelegt. Als Zwischenspeicher bei höherem Zufluss dient das Regen­überlauf­becken, das derzeit errichtet wird.

"Nach und nach werden die Teichkläranlagen durch technische Kläranlagen im Saarland ersetzt. Durch diese hochwertige Abwasserreinigung werden unsere Bäche und Flüsse sauberer. Die Abwasserreinigung auf der Kläranlage Morscholz läuft vollautomatisch. Im Regelbetrieb ist kein Personal auf der Anlage, die von den Mitarbeitern der Kläranlage Thailen betreut wird", sagt Detlef Lenschow, Projekt­leiter im Tiefbau. "Die Errichtung der neuen Kläranlage, die direkt an ein Naturschutz­gebiet grenzt, war zudem mit einigen baulich-technischen Besonderheiten verbunden, bei denen wir unser ganzes Know-how einbringen konnten."

Nach Abschluss der Arbeiten wird OBG für das Projekt unter anderem ca. 8.000 Kubikmeter Boden bewegt, rund 600 Kubikmeter Beton verarbeitet und 1.500 Meter Starkstromkabel verlegt haben. Die Projekt­leitung erfolgt im Auftrag des EVS Entsorgungs­verbands Saar durch das Ingenieur­büro Thiel-Klatt aus St. Ingbert für die Bau- und Maschinen­technik sowie durch das Ingenieur­büro ETB-Consulting aus Trier für die Elektro­technik.

Das Betriebs­gebäude der eigentlichen Kläranlage befindet sich zudem nicht wie üblich neben dem großen Abwasserbecken, sondern aufgrund des begrenzten Platzes darüber. Das Abwasserbecken musste daher als Erstes errichtet werden, wofür OBG mit einem Mäkler zunächst eine wasserdichte Baugrube im Spundwandverbau erstellte. Erst im Anschluss konnte das große Abwasserbecken und darauf das Betriebs­gebäude mit Elektro- und Anlagentechnik der Kläranlage installiert werden, wofür die Firmen Klaus Dieterich aus Pirmasens bzw. Duro aus Überherrn verantwortlich waren. Zu der neuen Kläranlage gehören zudem unter anderem ein Zulaufpumpwerk, ein Rechengebäude, ein Labor- und Werkstattraum, ein Schaltschrankraum, eine Sandwaschanlage, ein biologisches Becken ("Biocos-Becken"), ein Ablaufbauwerk sowie ein Schlammstapelbehälter zur Aufnahme von überschüssigem Schlamm aus der bio­logischen Reinigung.

Fertig­stellung im August mit Errichtung der Regen­wasser­behandlung und Fertig­stellung der Verkehrs­wege und Außen­anlagen

Aktuell errichtet OBG die sogenannte Regen­wasser­behandlung, die aus einem Regen­überlauf­becken, einem Trennbauwerk mit Lamellen- und Kulissentauchwand und einem Überlaufbauwerk mit Feinsiebrechen besteht. Bis August 2026 sollen auch diese Arbeiten erfolgreich abgeschlossen werden.
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